Im Alltag der Gummi-Bärchen wird Sprache gerade auf ganz natürliche Weise erweitert: Die französische Sprache hält Schritt für Schritt Einzug im Kinderhaus. Den Anfang machten kleine sichtbare Veränderungen: französische Begriffe an Türen, Regalen und verschiedenen Bereichen des Hauses. Die Kinder blieben stehen, schauten genau hin und fragten interessiert: „Was heißt das?“ – „Warum hängt das da?“ Bereits diese kleinen Momente zeigten, wie aufmerksam Kinder Sprache wahrnehmen und wie offen sie neuen Impulsen begegnen.
Aus dieser Neugier entwickelte sich der Prozess behutsam weiter. Immer wieder stellten die Kinder unserer pädagogischen Fachkraft aus Frankreich Fragen wie: „Warum sprichst du anders?“ – „Welche Sprache ist das?“ Diese Fragen wurden zu wertvollen Gesprächsanlässen. Wenn ein Kind nachfragte, wurde Sprache sichtbar und erlebbar – begleitet von Gesten, Mimik und Wiederholungen. So konnten sich die Kinder orientieren und nach und nach erste französische Wörter wiedererkennen.
Besonders lebendig wurde die Sprache bei unseren deutsch-französischen Ausflügen auf die Alb. Gemeinsam benannten wir Tiere, Pflanzen und Fahrzeuge in beiden Sprachen. Die Kinder hörten aufmerksam zu, probierten Wörter aus und entdeckten spielerisch Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Deutsch und Französisch. Auch kulturelle Vergleiche bereichern unseren Alltag: Wir sprachen über Bräuche, verglichen das deutsche Lichterfest mit französischen Traditionen rund um St. Martin und beschäftigen uns in der Adventszeit damit, wie Weihnachten in beiden Ländern gefeiert wird. Französische Bilderbücher begleiten diese Gespräche und wecken zusätzliches Interesse.
Durch kleine Rituale – Begrüßungen, Lieder oder kurze Redewendungen – ist die französische Sprache inzwischen fest im Tagesablauf verankert. Einige Kinder greifen diese Ausdrücke bereits selbstständig auf und erleben sich dabei als aktive Sprachentdecker:innen.