Projekt Herausforderung Svenja
Den geschützten Rahmen der Schule verlassen, sich selbst besser kennenlernen, im Team bestehen und Verantwortung übernehmen – all das erleben jedes Jahr rund 100 Schüler:innen des jahrgangsübergreifenden Lernhauses 7–10 im Rahmen des Projekts „Herausforderung“.
Über einen Zeitraum von fünf bis zehn Tagen (je nach Projekt etwas kürzer oder länger) stellen sich die Jugendlichen in kleinen Gruppen einer besonderen Aufgabe in der Natur. Mit nur wenig Geld, minimaler Ausrüstung und Handys ausschließlich für Notfälle sind sie sportlich, nachhaltig oder kreativ unterwegs. Ziel ist es, eigene Grenzen zu erkennen, Schwierigkeiten gemeinsam zu meistern und Lösungen ohne unmittelbare Hilfe Erwachsener zu finden. Eine wahre Herausforderung eben.
Buen Camino! Von Portugal bis nach Santiago de Compostela
Die vier Schülerinnen Doreen, Laura, Leah und Zoé der Klasse 9b pilgerten rund 130 Kilometer auf dem Jakobsweg von Baiona in Portugal bis nach Santiago de Compostela in Spanien. Begleitet von wechselnden Elternteilen und ihrer Hündin Cuba meisterten sie täglich etwa 18 Kilometer – bei Sonne, Wind, Regen und steilen Anstiegen. Unterwegs begegneten sie Menschen aus aller Welt und sammelten unvergessliche Eindrücke. Finanziert wurde das Projekt größtenteils selbst durch Waffelverkäufe und Schulaktionen. Am Ziel angekommen, hielten die vier stolz ihre Pilgerurkunden in den Händen – und waren sich einig: Das war sicher nicht die letzte große Herausforderung im Ausland.
Mit Muskelkraft rund ums Schwäbische Meer
Die fünf Elftklässler Olle, Jakob, Lara, Julius und Linus starteten ihre Herausforderung direkt am element-i Bildungshaus in Karlsruhe – mit dem Fahrrad und großem Ziel: einmal rund um den Bodensee! Zehn Tage lang legten sie täglich rund 50 bis 60 Kilometer zurück, kämpften sich über zahlreiche Höhenmeter und übernachteten auf Campingplätzen, in Kirchen, beim Schießverein oder auf Fußballplätzen. Gekocht wurde auf Gaskochern – meist Nudeln, die nach einem langen Tag auf dem Rad besonders gut schmeckten. Die Strecke war kräftezehrend, und auch das ständige Unterwegssein in der Gruppe stellte alle auf die Probe. Besonders Lara, als einziges Mädchen, meisterte diese Herausforderung mit großem Durchhaltevermögen. Am Ende blicken alle auf ein intensives, gemeinschaftsstärkendes Abenteuer zurück.
Mit dem Rad nach Riga
Jannis, Bennett, Joshua und Urs aus der 10. Klasse machten sich mit dem Bus zunächst auf den Weg nach Berlin – von dort ging es weiter ins Baltikum, nach Kaunas in Litauen. Ab dort startete ihr Radabenteuer Richtung Riga. In knapp zwei Wochen legte die Gruppe rund 300 Kilometer zurück. Übernachtet wurde meist im Freien – in einem fremden Land, ohne die gewohnte Sicherheit, was das Ganze besonders spannend, aber auch herausfordernd machte. Trotz Regen, Erschöpfung und manchmal einfacher Verpflegung blieb die Stimmung gut. Am Ende waren sich alle einig: Die Erlebnisse und Begegnungen unterwegs waren jede Anstrengung wert.
Offene Gärten, offene Herzen
Simon, Jonathan, Paul und Jannik – eine gemischte Gruppe aus Zehnt- und Elftklässlern – machten sich auf den Weg Richtung Norden: mit dem Fahrrad von Karlsruhe bis nach Amsterdam. Die Idee: spontan übernachten, indem man unterwegs bei Menschen klingelt und fragt, ob man im Garten zelten darf. Das funktionierte nicht immer problemlos – und genau darin lag der Reiz ihres Projekts. Trotz Krankheitsausfällen und unvorhergesehener Pausen erreichten sie die niederländische Grenze – ein großartiges Ergebnis nach über 450 Kilometern in nur acht Tagen! Ihr Fazit: Es gibt viele hilfsbereite Menschen da draußen – man muss sich nur trauen zu fragen.
Auf Schusters Rappen durch den Schwarzwald
Luis, Juri, Quentin, Mio und Nils aus der 9. Klasse entschieden sich für ein klassisches Abenteuer zu Fuß: eine mehrtägige Wanderung von Triberg bis nach Schaffhausen. Vier Tage lang waren sie mit vollem Gepäck unterwegs, übernachteten draußen, auf Campingplätzen oder beim Naturfreundehaus. Rund 50 Kilometer legten sie insgesamt zurück – und lernten dabei nicht nur ihre körperlichen, sondern auch ihre zwischenmenschlichen Grenzen kennen. Als die Wutachschlucht wegen Überschwemmung gesperrt wurde, mussten sie ihr Projekt früher beenden. Doch auch das gehört zu einer echten Herausforderung: flexibel bleiben, Verantwortung übernehmen und gemeinsam Entscheidungen treffen.
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